26 Mrz

Handlungsfelder

Seit Jahren nimmt der Verkehr zu und die Mobilitätsbedürfnisse steigen ungebrochen. Im Rahmen der modernen Gesellschaft sind Menschen und Güter immer mehr und weiter unterwegs. Dies bringt viele Vorteile. Es ist unbestritten, Verkehr stiftet Nutzen. Aber Verkehr generiert auch Kosten; allen voran volkswirtschaftliche Kosten. Die Untersuchungen von Infras im Auftrag von ARE und ASTRA zeigen, dass der volkswirtschaftliche Nutzen die Kosten nach wie vor übersteigt. Basis sind die Zahlen von 2001. Hinzu kommen aber gesellschaftliche Kosten und Kosten für den Ressourcenverbrauch. Insbesondere die fossile Mobilität – nach wie vor dominant – beeinflusst Luftqualität, Klimaerwärmung und Energieverbrauch negativ. Auch der Verbrauch von Boden und Landschaft, rare Güter in der Schweiz, erregen immer mehr Besorgnis. Werden alle Effekte einbezogen, sieht die Bilanz vor allem für die Zukunft weniger eindeutig aus.

Die grosse Herausforderung besteht darin, Mobilitätsbedürfnisse so zu beeinflussen und den daraus resultierenden Verkehr so zu gestalten, dass er möglichst ressourcenschonend stattfindet. Das ist einfacher gesagt als getan. Wie muss ein solcher Verkehr aussehen; Verkehrsträger, Finanzierungsmodelle, Anreizsysteme, neue Technologien? Sie alle können das Verkehrssystem optimieren. Aber wie genau, mit welchem Mix, in welchem Umfang? Welchen Einfluss üben Raumplanung, Steuersysteme, Finanzierungsmodelle aus? Braucht es diese Verkehrsmenge wirklich? Und falls nein, welche braucht es denn?

Hier setzt die SVS an. Welchen Verkehr braucht die Schweiz? Heute und in Zukunft? Mit dieser Fragestellung und einer interdisziplinären Arbeitsmethode wird das komplexe Thema aufgerollt. Es geht darum, neue Ideen zu entwickeln, den Diskurs aus der Forschung voranzutreiben und zu debatieren. Der Werkplatz Schweiz braucht intelligente Mobilität, auch in Zukunft. Wie diese aussehen kann, will die SVS mit ihrer Arbeit und ihrem Netzwerk ausloten.